Heroin jetzt auf Rezept
25. März 2010 | Von Admin | Kategorie: AktuellesNachdem in den letzten Jahren einige Pilotprojekte und Studien liefen, ist es jetzt wohl größtenteils geschafft: Ärzte können Heroin verschreiben. Vorerst ist dies auf Düsseldorf begrenzt. Es ist jedoch von einer Bundesweiten Ausweitung dieses Vorgehens auszugehen.
Schwerstsüchtige können somit dann legal ihr Heroin konsumieren. Sie sind damit nicht mehr auf Heroin vom Schwarzmarkt angewiesen. Das hat viele Vorteile:
- sauberes Heroin für den Süchtigen und damit viel geringere gesundheitliche Gefahren
- Rückgang der Beschaffungskriminalität
- Rückgang der Prostitution aus Not
- Süchtige können ein geregeltes Leben führen
- der Heroinhandel wird eingedämmt
- die “Gefahr” von herumliegenden Spritzen verringert sich*
Man sieht also, dass es eine ganze Menge Annehmlichkeiten, nicht nur für die Süchtigen, mit sich bringt. Jetzt kann man sich fragen, warum man nicht beim Methadon bleibt. Das ist schnell gesagt. Methadon wird von einigen personen nicht vertragen. Außerdem stillt es die Sucht nicht im ausreichenden Maße. So kommt es vor, dass viele Personen im Methadonprogramm trotzdem weiterhin Heroin konsumieren, oder sogar versuchen das Methadon zu injizieren usw.
Und wer jetzt brüllt “Das zahlt doch wieder alles der Steuerzahler”, dem sei gesagt, dass durch den Rückgang der Beschaffungskriminalität mind. genau so viel eingespart werden kann. Mir liegen hierfür keine Zahlen vor, aber ich bin mir sehr sicher.
* Spritzen die rumliegen sind nicht schön, häufig macht man sich aber zu große Sorgen. Tatsächlich überlebt der HIV-Virus außerhalb des Körpers nicht lange.
Quelle: derwesten.de