EU bespitzelt Drogenseiten
23. Februar 2010 | Von Admin | Kategorie: AktuellesDas Projekt der EU mit dem schönen Namen Psychonaut ist eine seit 2002 laufende Internetüberwachung. Was wird da denn nun gemacht?
Die Hauptziele des Projekts bestehen darin,
- die Inhalte von Websites, die sich auf verschiedene psychoaktive Substanzen beziehen, zu erfassen und zu analysieren (die Inhalte umfassen Informationen zu Konsum, Herstellung, Synthese, Verkauf und Erwerb dieser Substanzen);
- anhand der auf dem »virtuellen Markt« des Internets gesammelten Daten frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um die Bedrohung von Drogen (insbesondere von neuen synthetischen Drogen) für die öffentliche Gesundheit auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene besser bewerten zu können;
- die drogenbezogenen Inhalte von Webseiten wissenschaftlich zu beurteilen und diese Evaluationen an Experten aus den teilnehmenden (und nicht teilnehmenden) Ländern weiterzuleiten.
Wer noch weitere Informationen möchte, kann ja gerne mal hier oder beim Projekt selber vorbeischauen. Natürlich bleibt da ein etwas bitterer Nachgeschmack, wenn plötzlich Seiten ohne Wissen der Nutzer und Betreiber beobachtet werden, aber andererseits wird das nicht gemacht um die Betreiber zu belangen, sondern um den Überblick zu behalten und Statistiken zu erstellen. So gesehen eigentlich keine schlechte Sache. Nur wer weiß, was man später mit den ganzen Daten sonst noch so anstellen kann. Ich bleibe skeptisch.
Tatsache ist gemäß Psychonaut-Untersuchung, dass etwa 28% der Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren im Jahr 2002 das Internet als Quelle für Drogeninformationen nutzten, im Jahr 2004 waren es bereits 34% und im Jahr 2008 waren es 61%.
Und da gehörst du jetzt auch zu
wie heisst es doch so schön? “dabei ist alles” ^^