Baclofen Fortsetzung
20. Februar 2010 | Von Admin | Kategorie: Chemie, WissenswertesWas können denn nun Betroffene tun?
Immerhin ist Baclofen Rezeptpflichtig und nicht für die Suchtbehandlung zugelassen. – Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man sich umschauen, ob Studien diesbezüglich durchgeführt werden, an denen man teilnehmen kann. Das ist jedoch eher selten und hilft nicht dem Großteil der Interessenten. Man kann daher einfach mal Rücksprache mit seinem Arzt halten. Verschreiben darf er es zur Suchtbehandlung nicht so einfach, dennoch sollte man nachfragen. Eventuell kennt er ja auch eine Studie an der man teilnehmen könnte.
Zu guter Letzt, sehr Risikoreich und nicht empfehlenswert: Man kann Baclofen als Chemikalie erwerben. Z.B. bei Großhändlern aus China. Das ist zunächst nicht weiter verboten, birgt aber Risiken. Chemikalien sind nicht unbedingt in einem, für den Konsum, reinen Zustand. Außerdem muss man sich die Rationen selber einwiegen. Dafür ist eine Präzisionswaage erforderlich. Es kann so schnell zu Dosierungsfehlern kommen. Auch wenn es verlockend ist, sollte man davon Abstand halten, oder es zumindest unter ärztlicher Betreuung durchziehen.
Baclofen scheint also durchaus ein großes Potenzial zu haben, aber wenig Wirtschaftlichkeit. Daher ist nicht mit einer baldigen Baclofenbehandlung von Alkoholismus zu rechnen. – Schade

Jeder Arzt kann in der sogen. off-label Verschreibung seinen Patienten Baclofen verschreiben. Das ist gängige Praxis und macht in der neurologischen Praxis 50% aller Verordnungen aus.
In Frankreich ist jetzt eine Clincal Trial IV-Studie angelaufen, die das Ziel einer erweiterten Zulassung für Baclofen hat. Die Studie ist mit öffentlichen Mitteln finanziert, randomisiert, doppelblind placebokontrolliert und in der Dosierung erstmals nach oben ohne Beschränkung. Es ist also schon sehr bald mit einer standardisierten Baclofenbehandlung bei Alkoholismus zu rechnen – Gott-sei-Dank. http//www.alkohol-und-baclofen-forum.de
Herzlichen Dank für die Info