Kratom – Was ist da drin?
8. Dezember 2009 | Von Admin | Kategorie: Chemie, WissenswertesKratom ist ja bekanntlich in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Aber was wirkt da eigentlich?
Die Frage ist gar nicht mal so einfach zu beantworten. Im Kratom sind verschiedene Stoffe enthalten, die in ihrer Komposition für die spezifische Wirkung sorgen. Beim Cannabis ist es nicht anders. Dort wirken auch viele verschiedene Cannabinoide wie Δ1-9-THC und CBD.
Auch Kratom kann hier einige Wirkstoffe aufweisen:
Mitragynin
Mitragynin ist ein Indolalkaloid. Für die Nichtchemiker reicht es aber zu wissen, dass es sich um ein Alkaloid handelt. Das „Indol“ gibt nur ein wenig Aufschluss über den Aufbau. Mitragynin ist besonders gut in Alkohol und Chloroform löslich. In Wasser hingegen weniger. Darum empfiehlt es sich nicht einen Kratomtee herzustellen. Auch die Extraktion mit Aceton soll möglich sein. Fast alle Vertreter der Gruppe der Opioide können Atemdepressionen verursachen. Bei Kratom ist das anders. Hier fehlen die ganzen Nebenwirkungen und vermutlich auch das hohe Suchpotenzial. Die Wirkung von Mitragynin lässt sich am ehesten mit der des Codeins vergleichen. Und obwohl die Struktur der des LSD oder Psylocibins ähnelt, hat Mitragynin keinerlei psychodelische Effekte. Bei dem Mitragynin handelt es sich um das Alkaloid welches Hauptsächlich enthalten ist. Nämlich zu ca. 0,1-0,3 %, je nach Pflanze.
Übrigens wurde es schon 1907 entdeckt. Bis zur Verwendung zu Rauschzwecken in Europa hat es also fast 100 Jahre gebraucht.
7-Hydroxymitragynin
7-Hydroxymitragynin ist ebenfalls ein Indolalkaloid. Wegen der eher nebensächlicheren Rolle ist es noch weniger gut erforscht. Man nimmt jedoch an, dass gerade dieses Alkaloid für die opiatartigen Effekte der Wirkung verantwortlich ist.
7-Acetoxymitragynin
Von diesem Stoff wird lediglich angenommen, dass er existiert. Bisher gibt es dazu aber noch keine Belege.
Ich habe außerdem noch Quellen gefunden, die besagen, dass folgende Stoffe enthalten sein sollen:
- Corynantheidin
- Corynoxein
- Corinoxin
- 3-Dehydromitragynin
- 3-Isocorynantheidin
- 3-Isopaynanthein
- Isospeciofolin
- Isospecionoxein
- Mitraciliatin
- Mitrafolin
- Mitragynin
- Mitraspecin
- Paynanthein
- Speciociliatin
- Speciofolin
- Speciogynin
- Specionoxein
- Ajmalicin
- Isomitraphyllin
- Mitragynalin
- Mitragynin
- Mitraphylin
- Mitraversin
- Paynanthein
- Speciogynin
- Speciofolin
- Stipulatin
Belege dazu sind mir jedoch nicht untergekommen. Man kann, wenn man annimmt, dass diese Alkaloide enthalten sind, davon ausgehen, dass sie nicht wesentlich zum Rausch beitragen. Sie müssen ja nicht einmal wirksam sein.



